VC Altenburg sichert sich Vizemeisterschaft – 3:2-Auswärtssieg in Weimar zum Saisonabschluss!
Am vergangenen Samstag (28. März) stand für die Herren I des VC Altenburg das letzte Spiel der Saison in der Thüringenliga auf dem Programm. Auswärts beim SVV Weimar ging es zum ungewohnten Spielbeginn um 14 Uhr in das direkte Duell des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten. Während der Meistertitel bereits außer Reichweite war, ging es für beide Teams sportlich vor allem um einen erfolgreichen Saisonabschluss – auf dem Papier also ein echtes Topspiel. Auf dem Feld sollte sich jedoch schnell zeigen, dass beide Mannschaften an diesem Tag nicht ihre gewohnte Form abrufen konnten.
Der VCA startete zwar mit einer leichten Feldüberlegenheit in die Partie, tat sich jedoch von Beginn an schwer, den eigenen Rhythmus zu finden. Viele Aufschlagfehler und ungewohnte Ungenauigkeiten im Angriff prägten das Spiel auf beiden Seiten. Dennoch behielt Altenburg im ersten Satz über weite Strecken die Kontrolle. Eine starke Aufschlagserie von Yannic Kötteritzsch sorgte in der entscheidenden Phase für den nötigen Vorsprung, sodass der Durchgang trotz vieler Eigenfehler mit 25:22 an die Gäste ging.
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Im zweiten Satz zeigte sich ein völlig anderes Bild. Altenburg verschlief den Start und lief früh einem deutlichen Rückstand hinterher. Zwischenzeitlich stand es 7:14 aus Sicht des VCA. Vor allem die Annahme agierte zu unpräzise, wodurch Zuspieler Peer Petermann kaum Möglichkeiten hatte, das Spiel variabel zu gestalten. Trainer Frank Schneider reagierte beim Stand von 17:20 und brachte Steffen Bender für Henry Sachse in der Außenannahme. Der Wechsel brachte zwar mehr Stabilität, konnte den Satzverlust jedoch nicht mehr verhindern. Mit 21:25 musste Altenburg den Ausgleich hinnehmen.
Auch im dritten Durchgang lief der VCA zunächst weiter einem Rückstand hinterher. Trainer Frank Schneider nutzte die Situation, um Marco Dittmer im Zuspiel Spielzeit zu geben und gleichzeitig Christoph Sommer für Luca Monse im Mittelblock einzuwechseln. Trotz dieser personellen Veränderungen fand Altenburg nicht zu seiner gewohnten Sicherheit zurück. Weimar nutzte die Unsicherheiten konsequenter und setzte sich immer wieder leicht ab. In der Schlussphase kämpfte sich der VCA zwar noch einmal heran, doch auch dieser Satz ging mit 22:25 verloren.
Mit dem Rücken zur Wand stellte Altenburg im vierten Satz noch einmal um. Evhenii Chepursky ersetzte Nick Stötzner in der Außenannahme, zudem kehrte Peer Petermann wieder auf die Zuspielposition zurück. Das Spiel der Altenburger wirkte nun deutlich strukturierter, auch wenn weiterhin nicht alles reibungslos funktionierte. Im Vergleich zu den vorherigen Sätzen zeigte sich das Team jedoch konzentrierter und stabiler. Der Vorsprung konnte über den gesamten Satz hinweg gehalten werden, sodass Altenburg mit einem 25:22 den Satzausgleich zum 2:2 schaffte.
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Der Entscheidungssatz musste also die Entscheidung bringen. Mit derselben Aufstellung wie im vierten Satz ging der VCA nun deutlich fokussierter in die entscheidenden Punkte. Altenburg erwischte einen starken Start und setzte sich schnell mit 8:3 ab. Die Mannschaft wirkte nun deutlich entschlossener und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Mit 15:10 sicherte sich der VC Altenburg den fünften Satz und damit den 3:2-Auswärtssieg in Weimar.
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Über das gesamte Spiel hinweg überzeugte vor allem Dominik Schwinge mit starker Blockarbeit und großer Durchsetzungskraft im Angriff. Für seine konstant gute Leistung wurde er verdient zum MVP der Partie gewählt.
Auch wenn der sportliche Abschluss nicht zu den spielerisch besten Auftritten der Saison zählte, steht am Ende einer langen und intensiven ersten Thüringenliga-Saison ein großer Erfolg. Mit dem Auswärtssieg in Weimar sichern sich die Herren I des VC Altenburg die Vizemeisterschaft 2025/26. Nach einer Saison mit vielen engen Spielen, wichtigen Entwicklungsschritten und starken Leistungen kann das Team nun verdient durchatmen, sich erholen – und schon bald wieder den Ball im Sand fliegen lassen.
Finn Petermann



