VCA Herren I verbuchen zum Saisonstart zwei Siege.

MichaelMuenchow/ September 22, 2018/ Berichte, Herren I/ 0Kommentare

VC Altenburg : SV Concordia Erfurt 3:2 (18:25, 17:25, 25:20, 25:18, 15:13)
VC Altenburg : Erfurter VC II 3:1 (25:22, 27:25, 19:25, 25:17)

Die lange Sommer- und Hallenpause hat nun endgültig ein Ende und so trafen sich am vergangenen Samstag die Skatstadtherren mit den Mannschaften vom SV Concordia Erfurt und dem Erfurter VC II zum ersten Kräftemessen in der Verbandsliga Nord. In den Duellen mit den beiden Erfurter Teams zeigten sich die Altenburger sowohl von ihrer souveränen, als auch von ihrer unsicheren Seite, was sicherlich in der noch sehr frühen Saisonphase begründet ist.

Die Ausgangssituation vor diesem Spieltag war allerdings auch nicht die Beste. Spielertrainer Michael Münchow musste beim Freitagtraining erkennen, dass die Schulterentzündung, welche ihn bereits zu fünf Wochen Pause zwang, noch nicht ausgeheilt ist und er musste zunächst an der Seitenlinie Platz nehmen. Zudem fehlte mit Henry Sachse ein wichtiger Außenangreifer, der insbesondere in den letzten Wochen stark auf sich aufmerksam machte. Die Positionen im Außenangriff waren demnach, ohne mögliche Optionen auf einen Wechsel, durch Steffen Bender und Peter Münchow, der seit knapp einem Jahr zum ersten Mal wieder in Sportschuhen auf einem Volleyballfeld stand, besetzt. Wechselmöglichkeiten hatte Trainer Münchow auf diesem Posten keine. Peer Petermann (Zuspiel), Yannic Kötteritzsch (Diagonal), Luca Monse und Sebastian Franke (beide Mittelblock) und Jan Wetzel (Libero) ergänzten die Startformation für den ersten Satz in der neuen Liga gegen die Concordia aus Erfurt. In der ersten Satzhälfte konnte sich keines der beiden Teams erwähnenswert absetzen. Bis zum Stand von 9:11 spielten beide Mannschaften, aus einer guten Annahme heraus, ein solides Sideout und neutralisierten sich größtenteils. Im weiteren Satzverlauf verloren die Münchow-Schützlinge den Zugriff zum Spiel. Die Concordia erhöhte ein wenig den Aufschlagdruck, die Annahmen kamen nicht mehr so präzise wie zuvor und Zuspieler Peer Petermann musste weite Wege gehen. Die Angreifer versuchten die mangelnde Präzision in den vorherigen Aktionen auszugleichen, was allerdings nur selten gelang. Zudem konnten die jungen Altenburger im ersten Durchgang nur wenige Bälle im Block- Abwehrspiel verteidigen, was in kleinen Ungenauigkeiten begründet liegt, und machte somit den Gästen das Punkten leicht. Am Ende des ersten Abschnitts stand ein leistungsgerechtes 18:25 für die Erfurter auf der Punktetafel. In der Satzpause versuchte Münchow den Skatstadt-Sechser wieder zu ordnen und den Spielfluss für den zweiten Satz wieder herzustellen. Mit Marco Weber (Zuspiel) und Christoph Sommer (Mittelblock) kamen zudem zwei frische Spieler in die Partie. Leider wurden die Bemühungen vom Trainer im Keim erstickt. Mit großem Selbstbewusstsein und großer Souveränität spielten die Männer von Concordia Erfurt von Satzbeginn an und wurden in allen Aktionen immer effektiver. Die Altenburger konnten ihre Leistung vom ersten Durchgang leider nicht steigern und somit war auch Satz zwei eine eindeutige Angelegenheit für die Gäste (17:25). Mit dem Rücken zur Wand und der Ratlosigkeit im Gesicht kramte Trainer Münchow mit Bender, Franke und Peter Münchow nach Ideen, um das Spiel irgendwie zu Gunsten der Altenburger zu kippen. Viele Möglichkeiten bot die Altenburger-Reservebank nicht. Somit kam es zur Einwechslung von Spielertrainer Münchow. Allerdings nicht auf der gewohnten und geliebten Position als Außenangreifer, sondern als Zuspieler. Mit einem völlig anderen Gesicht und einer komplett anderen Einstellung betraten alle Startspieler des dritten Durchgangs das Feld. Die Skatstädter waren plötzlich in allen Aktionen und Bereichen präsent. Über eine stabile Annahme verteilte Münchow die Bälle und besonders die Angreifer Steffen Bender, Peter Münchow und Yannick Kötteritzsch verwandelten diese stetig und punkteten nach Belieben. Auch in der Feldabwehr waren die VCA-Männer plötzlich hellwach. Die Concordia aus Erfurt schien sichtlich Probleme zu haben ihr Sideout punktebringend zu gestalten. Endlich waren die Altenburger in der Saison 2018/19 angekommen. In den folgenden drei Sätzen dominierten die Altenburger das Spielgeschehen, ähnlich wie es in den beiden ersten Durchgängen noch der Concordia gelungen war. Mit den Satzergebnissen 25:20, 25:18 und 15:13 gewannen die VCA-Männer die Abschnitte drei, vier und fünf und damit ihr erstes Saisonspiel in der Verbandsliga mit 3:2.

Nach einer kurzen Pause stellte sich die zweite Gastmannschaft vom Erfurter VC II, die ebenfalls letzte Saison aus der Bezirksliga aufgestiegen war, bei den Altenburgern vor. Die Zielstellung für die Skatstadtmänner war, nach dem „verlorenen“ Punkt des ersten Aufeinandertreffens, klar – 3 Punkte! Um dies sofort zu Beginn dieser Begegnung zu untermauern und gemäß dem Motto „never change a winning team“ begann der VCA mit Michael Münchow (Zuspiel), Yannic Kötteritzsch (Diagonal), Steffen Bender und Peter Münchow (beide Außenangriff), Luca Monse und Christoph Sommer (beide Mittelblock) und Jan Wetzel (Libero). Und es lief zunächst alles wie geschmiert und der Plan schien zu 100% aufzugehen. Durch gute Aufschläge von Peter Münchow und einer fulminanten Blockarbeit von Sommer und Kötteritzsch machten die Pleißestädter Punkt um Punkt im KII und dominierten das Geschehen nach Belieben, bis zum Zwischenstand von 10:4. Schrecksekunde! Der an diesem Tag stark agierende Diagonalangreifer Yannick Kötteritzsch knickt beim Blockversuch, ohne gegnerische Einwirkung, um. Diagnose vor Ort von Fachmann Bender – Außenbandriss. Zum Glück konnte im Krankenhaus die Entwarnung gegeben werden, es handelt sich um eine Stauchung und evtl. um einen leichten Anriss des Bandes. Nichtsdestotrotz konnte Kötteritzsch selbstredend nicht weiterspielen und es kam mit Max Stein der zweite Diagonalangreifer. Die Altenburger wirkten zeitweise etwas geschockt, fanden nicht wieder zu der Dominanz vom Satzbeginn und retteten Durchgang Nummer eins mit 25:22 über die Ziellinie. In Satz Nummer zwei kam mit Peer Petermann ein etatmäßiger Zuspieler in die Begegnung. Allerdings wirkten die Altenburger immer noch unsicher und verloren Punkt um Punkt an ihrer souveränen Spielweise. Beim Zwischenstand von 11:16 zog Münchow die Reißleine und es kam zum Rückwechsel auf der Zuspielposition – Münchow setzte wieder. In diesem Spielabschnitt wäre ein weiterer Wechsel auf den Angriffspositionen sinnvoll gewesen, allerdings hatten die Skatstädter nach der Verletzung von Kötteritzsch nun keine Optionen mehr auf der Bank sitzen. Kurz vor Satzende ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft. Alle kämpften und spielten diszipliniert ihre Feldabwehrposition und dies sollte Wirkung zeigen. Unterstützt durch einen erhöhten Aufschlagdruck gelang es den Pleißestädtern Punkt für Punkt aufzuholen. Beim Spielstand von 23:24 gipfelte die Aufholjagd mit einem Break zum 24:24 und zwei guten Aufschlägen von Stein in ein 27:25 für den VCA (2:0 Satzführung). Im dritten Satz wirkten die Hauptakteure im Angriff zunehmend erschöpft. Das spiegelte sich auch im Verlauf des Satzes wider, indem die Altenburger engagiert spielten, sich allerdings die Fehler im Angriff häuften. Am Ende stand ein 19:25 auf der Punktetafel und es war nochmals ein deutliches Aufbäumen des Erfurter VC’s zu spüren. Um die Präsenz auf der Diagonalposition zu verändern, wechselte im vierten Abschnitt Sebastian Franke vom Mittelblock auf Diagonal. Franke punktete im vierten Satz nach Belieben und stabilisierte zudem die Feldabwehr. Des Weiteren mobilisierten Steffen Bender und Peter Münchow nochmals alle Kräfte und waren ebenso wieder erfolgreich im Angriff. In der Folge konnte der VCA-Sechser recht souverän den Durchgang mit 25:17 und damit das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden.

Nachdem die ersten beiden Begegnungen durch ein ordentliches Stück Arbeit zugunsten der Pleißestädter ausgingen, warten am kommenden Wochenende mit dem SG Erfurt electronic und VC Blau-Weiß Gebesee die nächsten Kontrahenten. In Hinblick auf die angeschlagenen bzw. verletzten Spieler der Skatstädter wird diese Aufgabe zu einer ordentlichen Herausforderung.

M. Münchow

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