Aufstieg passé – Klassenerhalt?!

MichaelMuenchow/ März 11, 2019/ Berichte, Herren I/ Kommentare

08.12.2018

Auswärtsspiel Jena

VC Altenburg I – VSV Jena III                         0:3       (12:25, 21:25, 22:25)

VC Altenburg I – VC Blau-Weiß Gebesee       0:3       (18:25, 21:25, 22:25)

26.01.2019

Heimspiel Wenzelhalle

VC Altenburg I – VC Jena 08                          0:3       (19:25, 19:25, 13:25)

VC Altenburg I – SG ERFURT electronic I       0:3       (17:25, 14:25, 23:25)

02.02.2019

Auswärtsspiel Erfurt

VC Altenburg I – SV Concordia Erfurt I          3:0       (25:16, 25:19, 25:20)

VC Altenburg I – VSV 90 Ebeleben                0:3       (21:25, 19:25, 20:25)

In der letzten Saison marschierte die erste Herrenmannschaft des Volleyballclubs Altenburg ohne Spielverlust durch die Bezirksliga. Auch diese Saison waren die Ziele hoch gesteckt: abermals Aufstieg in die Thüringenliga. Gleich zu Beginn der Saison stellte sich der VCA Sechser in der Verbandsliga Nord vor, indem er an den ersten drei Spieltagen erfolgreich vier Siege und somit zehn Punkte einheimste. Dann im November der Rückschlag, es gelang nicht sich gegen den Gastgeber VSV 90 Ebeleben und den stark besetzten VC Jena 08 durchzusetzen und musste einen Verlust von sechs Punkten in der Tabelle verbuchen.

Im Dezember 2018 galt es in Jena die verlorenen Punkte wiederzuholen. Jedoch reist der VCA in Jena mit geringer Personaldecke an. Derzeit können die Skatstädter verletzungsbedingt nur auf acht aktive Spieler zurückgreifen:

P. Petermann Zuspiel, Ch. Sommer und L. Monse Mittelblock,

Y. Kötteritzsch Diagonalangreifer, J. Wetzel Libero,

S. Bender und H. Sachse Annahme/Außen.

Trainer M. Münchow ist aufgrund angeschlagener Schulter als angreifender Spieler keine Option, er ist leider höchstens als Libero oder Zuspieler einsetzbar.

Im ersten Satz des Tages gelang es dem Gastgeber VSV Jena III sich deutlich abzusetzen. Nach Auszeiten des VCA Sechsers bei Spielständen von 6:9 und 11:21 wurde der Satz aufgegeben und  12:25 verloren. Das Spiel wurde allerdings nicht aufgegeben. So wurde es zwar in Satz zwei und drei dem VSV Jena III nicht leicht gemacht, jedoch gelang es nicht aus einem kleinen Rückstand einen Führungswechsel zu erzwingen und so gingen auch diese Sätze 21:25 und 22:25 verloren.

Das zweite Spiel bestritten die Skatstädter gegen den SV Blau-Weiß Gebesee. Einzige Veränderung auf dem Spielfeld war, dass M. Münchow in der Rolle des Libero durch J. Wetzel ersetzt wurde und Trainer M. Münchow nun als Wechseloption für die Zuspielerrolle das Spiel von außen analysierte. An sich ähnelte dieses Spiel dem Ersten. Es gelang dem VCA Sechser nicht sich aus einem kleinen Rückstand heraus zu behaupten. Reserven des Tages lassen sich zusammenfassen zu auftretenden Schwächephasen im Spiel, einer zu inkonstanten Annahme und damit zu einer einseitigen Verteilung des Zuspiels auf S. Bender, welcher der beste Angreifer auf dem Feld war. Jedoch stellten sich die Gegner darauf ein und konnten so ihr eigenes Spiel spielen. Aufschläge seitens des VCA waren viel zu inkonsequent und fehlerhaft. Das Hauptaugenmerk in folgenden Trainingseinheiten wurde umgestellt und im neuen Jahr sollte zum Heimspiel ein Sieg und Punktgewinn her. Doch in Jena musste man erst mal einen weiteren Punktverlust in der Tabelle verbuchen.

Neues Jahr, neue Vorsätze. Ende Januar gastierten der tabellenführende VC Jena 08 und der SG ERFURT electronic I zu Altenburg in der Wenzelhalle. Der VCA Sechser zeigte im Spiel gegen den Tabellenführenden, dass sich das Training der letzten Wochen auf eine breite Gestaltung des Spieles konzentrierte. So wurden erfolgreich alle Angreifer in Szene gesetzt. Satzergebnisse wie 19:25, 19:25 und 13:25 kamen meist nach Zwischenständen wie 11:13 oder 19:20 zu Stande. Ab der Hälfte der Sätze ging mit etwas Unkonzentriertheit eine Schwäche in der Annahme einher. Unter anderem ermöglichte dies es dem VC Jena 08 sich abzusetzen und das Spiel für sich zu entscheiden. Sogar eine 8:0 Führung der Skatstädter im zweiten Satz, durch starke Aufschläge des Zuspielers P. Petermann, reichte nicht um sich diesen Satz zu holen. Dennoch war im Vergleich zu vorangegangen Spielen ein deutlich breiteres Spiel erkennbar.

Das zweite Spiel bestritt der VCA an diesem Tag gegen den SG ERFURT electronic I. Besetzt war die Skatstädter Mannschaft mit den üblichen Aktiven. Trainer M. Münchow nahm sich schulterbedingt auch schon gegen Jena ganz raus. Der erste Satz war ein Kopf an Kopf – Rennen mit ständigem Führungswechsel bis zu einem Spielstand von 17:18. Doch dann verließen die Kräfte und Ausdauer die Spieler und der Satz endete 17:25. Auch im zweiten Satz gelang es den Erfurtern sich deutlich abzusetzen und holten sich auch diesen Satz 25:14. Das sollte nicht das Aus sein. Der VCA Sechser gab nicht auf, mobilisierte alle Kräfte und betrat hochmotiviert das Feld für den dritten Satz. Die Skatstädter ließen auch ihren Gegner spüren, dass das Spiel noch nicht vorbei ist. Auch wenn erst relativ spät am Tag zeigte sich Annahme/Außen Spieler H. Sachse als sehr erfolgreich im Angriff. Ein ständiger Führungswechsel herrschte bis zum Spielstand von 20:17 für Erfurt. Dann vier Satzbälle für die Gäste bei 22:20. Aufgeben war immer noch keine Option, es wurde gekämpft und nichts geschenkt. Dennoch entschied Erfurt wenn auch knapp mit 25:26 den Satz für sich.

Auch wenn es an diesem Tag schwere und spannende Spiele zu sehen gab, ist nur wenig Erfolg in der Tabelle zu sehen. Mit den letzten drei Spieltagen musste man einen Verlust von 18 Punkten verbuchen und der VC Altenburg I reiht sich auf Platz sieben von neun ein. Eine Woche darauf findet das Spiel gegen den Achtplatzierten statt. Es MÜSSEN Punkte her um nicht auf diesen Abstiegsplatz zu rutschen.

Der 02. Februar 2019. Gastgeber ist der SV Concordia Erfurt (Platz 8) und ebenfalls vor Ort ist der VSV 90 Ebeleben (Platz 3). Nachdem besagte Mannschaften mit einem 3:0 für Ebeleben auseinander gingen, war die „Macht aus der Skatstadt“ an der Reihe. Es sollte endlich bewiesen werden, dass die Macht nicht vollständig erloschen ist. Denn wenn auch mittlerweile eindeutig ist, dass das anfängliche Ziel aufzusteigen unerreichbar ist, soll ein Abstieg trotz geringer Personaldecke verhindert werden. Um dann in der nächsten Saison mit ein, zwei mehr einsetzbaren Kräften neu anzugreifen. Doch mussten die Skatstädter sich erst mal in Erfurt unter Beweis stellen. Und dies taten sie auch. Endlich belohnte sich die jung besetzte erste Herrenmannschaft des VCA’s für ihre Anstrengungen in den letzten Trainingseinheiten. Es gelang sofort sich punktemäßig abzusetzen. Der VCA Sechser spielte hochkonzentriert und vor Allem motiviert. Mit guter Annahme und blockstarken Mittelblockern C. Sommer und L. Monse gelang es alle drei Sätze für sich zu entscheiden (25:16, 25:19, 25:20). Damit konnte der VC Altenburg I die Erfurter weiter hinter sich auf Platz acht halten und rutscht nicht auf den Abstiegsplatz.

Mit mindestens genauso viel Konzentration und Motivation galt es auch den VSV 90 aus Ebeleben gegenüber zu treten. Doch hier zeigte sich wieder die ein oder andere Schwächephase, welche auszuhalten war, da es keine Wechselmöglichkeiten gibt. Somit gewann Ebeleben drei Sätze mit 21:25, 19:25, 20:25.

Nun stellt sich die Frage nach dem Klassenerhalt allerdings immer noch! Der letze Spieltag der Saison am kommenden Samstag ist der alles entscheidende. Gelingt es dem SV Concordia Erfurt am 09.03.19 sich gegen die zwei weiteren Erfurter Mannschaften zu behaupten so hat er in der Tabellenwertung zwei Punkte mehr als der VCA.

ABER!!! – Die Skatstädter haben ebenfalls an dem Tag die Möglichkeit sich weitere Punkte zu erspielen. Ein Sieg würde reichen, um sich den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu erarbeiten. Um mit gutem Gefühl die Saison zu beenden werden sie alle vorhanden Kräfte aktivieren. Der Klassenerhalt bleibt das Ziel des Volleyballclubs Altenburg I und in der nächsten Saison mit ein, zwei Spielern mehr, welche die Mannschaft zahlenmäßig unterstützen, gilt es neu anzugreifen und vorangegangene Ziele wieder neu aufzugreifen.

Henry Sachse

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